Hypoport: Darum bricht die Aktie ein!

Lieber Leser,

keine Frage, die Hypoport-Aktie gehört in ein Depot, sofern man von dem Trend Fintechs profitieren möchte. Der Wert hat zwischen 2014 und heute fast 1.000 % hinzugewonnen. Das nenne ich mal einen Wachstumswert. Doch wäre ich von Anfang dabei gewesen, dann würde ich so langsam die Chips vom Tisch nehmen. Denn es gibt aus meiner Sicht einen Faktor, der besonders viele Erwartungen an das Wachstum geweckt hat und das ist das Niedrigzinsumfeld.

Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen könnte geringer ausfallen

Hypoports Hauptgeschäft ist die Vermittlung von Finanzierungen im Immobilienbereich. Die Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen wird jedoch zwangläufig weniger aussichtsreich erscheinen, wenn die Zinsen wieder anziehen sollten. Sicher, ein Fintech wie Hypoport sollte mittlerweile nicht mehr nur von einem Bereich abhängen. Doch man wird man sich diesem Einfluss nicht gänzlich entziehen können. Sofern es das Hauptgeschäft bleibt und eine Straffung der Geldpolitik in der EU absehbar ist, könnte das Wachstum ab hier langsamer ausfallen. Vorstellbar wäre daher ein Anstieg der Aktie innerhalb des großen Trendkanals, siehe Chart unten. Mir wird daher auch klar, warum Anleger nach den letzten EZB-Aussagen Gewinne mitnehmen und die Aktie stark korrigiert.

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Ein Beitrag von Rami Jagerali