Continental: Starker Jahresauftakt!

Liebe Leser,

Continental hat beträchtliche Fortschritte unternommen, um in den am schnellsten wachsenden Geschäftsfeldern des Sektors wieder Spitzenwerte in puncto Profitabilität zu erwirtschaften.

Die Zukunft: Vernetzung von Automobil und Internet

Die Reifenproduktion ist für Continental derzeit immer noch das wichtigste Standbein. Die Sparte trug 2016 rund 27% zum Konzernumsatz bei und warf knapp 48% des operativen Ergebnisses ab. Doch Continental will sich nicht länger nur noch auf sein einstiges Kernprodukt verlassen. Zukünftig will der Konzern verstärkt als Autozulieferer punkten.

Die deutschen Hersteller begegnen den aktuellen Herausforderungen mit zahlreichen neuen Modellen – samt einer Kampfansage zur Vernetzung der Fahrzeuge, die bei VW bis Ende des Jahrzehnts jedes neue Auto zum rollenden Smartphone machen könnte. Von der Vernetzung der Fahrzeuge profitieren die Automobilzulieferer wie Continental in besonderer Weise, weil die großen Automobilhersteller immer mehr Entwicklungsleistungen outsourcen.

Mit Conti profitieren Sie von der Zukunft des automatisierten Fahrens

Rund um die Mobilität mit dem Auto haben sich vier große Trends herauskristallisiert: Sicherheit, Umwelt, Information und kostengünstige Fahrzeuge. Die Automotive Group von Continental konzentriert sich mit ihrem Produktportfolio genau auf diese vier Schlüsselthemen.

Dabei sind Technologien und Komponenten für Fahrsicherheit und Fahrdynamik eine Kernkompetenz von Conti. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung und Fertigung intelligenter und integrierter Systeme für eine sicherere automobile Zukunft. Dabei werden individuelle Kundenanforderungen ebenso berücksichtigt wie die spezifischen Bedürfnisse der unterschiedlichen Weltmärkte.

Ein starker Jahresauftakt

Conti hat den positiven Trend aus den vergangenen Quartalen bestätigt und das 1. Quartal 2017 mit einem Umsatzwachstum um 11,7% auf 11 Mrd. € abgeschlossen. Das operative Ergebnis kletterte um 9% auf 1,13 Mrd. €. Unter dem Strich legte der Gewinn von 733,9 auf 749, 6 Mio. € zu. Dazu beigetragen haben das Wachstum der Automotive Group sowie das Geschäft mit Reifen. Die Nachfrage nach innovativen Elektronik- und Softwarelösungen für sicheres und intelligentes Fahren ist ungebrochen groß. Die Auftragseingänge legten auf über 9,5 Mrd. € zu.

Im Bereich Elektromobilität fährt Conti ganz vorn mit. In den vergangenen Jahren wurden in dieses Zukunftsfeld mehr als 1 Mrd. € investiert. Das profitable Wachstum außerhalb der Automobilindustrie ist ein wichtiger Teil der Strategie. Der Anteil am Umsatz mit Industriekunden und Endverbrauchern soll schrittweise in Richtung 40% steigen.

Große Reifennachfrage

Die große Nachfrage nach Pkw- und Lkw-Reifen sowie nach Produkten der ContiTech-Bereiche Mobile Fluid Systems und der Benecke-Kaliko-Gruppe haben für ein erfreuliches Wachstum in der Rubber Group gesorgt. Gleichzeitig nahmen die Belastungen aus steigenden Rohmaterialpreisen zu. Auch für das 2. Quartal rechnet Conti mit steigenden Rohmaterialkosten. Deren Ergebnisbelastung sollte sich jedoch im 2. Halbjahr durch Preisanpassungen abschwächen.

ContiTech hat die Strategie des Wachstums durch Zukäufe fortgesetzt, um den Marktanteil für Luftfedern und Luftfedersysteme im Schienenverkehr auszubauen. Zudem soll das Geschäft mit Materialien für Oberflächen gestärkt werden.

Fazit

Nach dem sehr guten Start ins neue Geschäftsjahr erwartet Conti, dass sich die gute Entwicklung trotz gestiegener Rohstoffkosten fortsetzt. Der Ausblick für die EBIT-Marge wurde von 10,5 auf 11% angehoben. Ich bin von dem neuen Kurs von Conti überzeugt und sehe im Markt für Fahrerassistenzsysteme das Potenzial für ein zweistelliges Wachstum. Bei den messbaren Kriterien – hohe Umsatzrendite und Cashflow-Marge – erreicht Continental im Branchenvergleich Spitzenwerte.

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Ein Beitrag von Jens Gravenkötter