Öl – Sentiment an den Terminbörsen reduziert Nettolong-Position!

Lieber Leser,

in der vergangenen Woche tendierte der Ölpreis (Brent) deutlich zur Schwäche und schloss auf markttechnischer Basis unterhalb des langfristigen 100-Wochendurchschnitts. Verantwortlich dafür waren, wie ich berichtete, erneut gestiegene Benzinbestände in den USA, der monatliche OPEC-Produktionsbericht sowie der IEA-Bericht und die Prognosen hinsichtlich der OECD-Bestände im nächsten Jahr. Das Sentiment an den Terminbörsen hatte sich in der Vorwoche bereits etwas skeptischer aufgestellt, dennoch waren noch verhältnismäßig viele Long-Positionen eröffnet worden. Es waren mehr Longs als Shorts im Markt verzeichnet worden. Schauen wir in die Positionierungen per letzte Woche Dienstag.

Erstmals mehr neue Shorts als Longs

Die Gruppe der großen Spekulanten hat die Nettolong-Position (Bruttolongs minus Bruttoshorts) um 23.470 Kontrakte reduziert. Dabei wurden 14.454 neue Long-Kontrakte eröffnet und 37.924 Short-Kontrakte ebenfalls eröffnet. Damit scheint sich das Sentiment nun zunehmend skeptischer für den Ölpreis zu positionieren, denn anders als in der Vorwoche überwogen diesmal die neuen Shorts die Longs. Dennoch deutet das Eröffnen neuer Longs noch einen gewissen Optimismus an.

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Ein Beitrag von Rami Jagerali